NIS2 verpflichtet Unternehmen dazu, ihre Lieferketten als kritisches Element der Cybersicherheit zu betrachten. Diese neue Realität erfordert ein Umdenken hin zu einem integrierten Risikomanagement, um externe Abhängigkeiten wirksam zu steuern und potenzielle Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Die Digitale Transformation hat dazu geführt, dass Unternehmen zunehmend auf externe IT-Dienstleister und Partner angewiesen sind. Diese Vernetzung birgt erhebliche Risiken, da Schwachstellen nicht nur innerhalb der eigenen Systeme, sondern auch in der Supply Chain liegen können. NIS2 hebt hervor, dass Cybersicherheit nicht an der eigenen Firewall endet und fordert Unternehmen dazu auf, ihre Sicherheitsarchitektur entsprechend anzupassen.

Lieferketten im Fokus der Cybersicherheit

Die NIS2-Richtlinie adressiert die Tatsache, dass Angriffe oft über Drittparteien erfolgen. Unternehmen sind nun verpflichtet, ihre Abhängigkeiten von direkten Dienstleistern und nachgelagerten Subunternehmen zu identifizieren und die damit verbundenen Risiken zu bewerten. Der Fokus auf Abhängigkeiten anstelle von isolierten Systemen markiert einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Sicherheitsstrategie.

Herausforderungen bei der Bewertung von Lieferketten

Ein zentrales Problem ist die mangelnde Transparenz innerhalb der Lieferketten. Viele Unternehmen haben keine vollständige Übersicht darüber, welche weiteren Dienstleister ihre Partner einsetzen und wo mögliche Sicherheitslücken liegen. NIS2 verlangt daher von den Unternehmen, nachvollziehbare Prozesse zur Identifikation und Überwachung dieser Risiken zu etablieren.

Die Rolle des CISO unter NIS2

CISOs stehen vor der Herausforderung, ihre Verantwortlichkeiten zu erweitern. Nicht nur technische Kenntnisse sind gefragt, sondern auch die Fähigkeit, Risiken zu kommunizieren und Sicherheitsanforderungen durchzusetzen. NIS2 stärkt die Rolle des CISO, indem es klare Verantwortlichkeiten definiert und dessen Bedeutung im Management- und Vorstandskreis unterstreicht.

Umsetzung der NIS2-Anforderungen

Die Umsetzung der NIS2-Richtlinie verlangt von Unternehmen, dass sie ihre Abhängigkeiten systematisch erfassen, angemessene Sicherheitsanforderungen definieren und eine kontinuierliche Überwachung der Risiken sicherstellen. Dies erfordert eine integrative Betrachtung, um die tatsächliche Sicherheitsreife entlang der Lieferkette realistisch abzubilden.

Fazit: NIS2 als Chance zur Stärkung der Sicherheitsarchitektur

NIS2 stellt eine ernsthafte Herausforderung dar, bietet jedoch auch die Möglichkeit, ein nachhaltiges und resilientes Sicherheitskonzept zu entwickeln. Unternehmen sollten die Chancen nutzen, die sich aus einer realistischen Bewertung ihrer Lieferketten ergeben, um ihre operationale Stabilität zu erhöhen und Risiken messbar zu reduzieren.

  • Regelmäßige Security-Checks sind notwendig, um aktuellen Bedrohungen entgegenzuwirken.
  • Die Weiterentwicklung von Angriffstechniken erfordert eine proaktive Sicherheitsstrategie.
  • IT-Sicherheit muss als strategische Unternehmensaufgabe wahrgenommen werden.
  • Eine ganzheitliche Betrachtung der IT-Security drängt sich auf, um Risiken korrekt zu bewerten.
  • Festlegung von Standards zur Prävention gegen Datenverlust und Cyberangriffe ist unerlässlich.
  • Wirtschaftliche Schäden und Reputationsrisiken sollten durch präventive Maßnahmen minimiert werden.
  • IT-Security muss Chefsache sein, um den führenden Risiken wirksam entgegenzutreten.

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Quelle: csoonline.com

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