Die Risiken im Zusammenhang mit Drittanbietern sind für Unternehmen in der heutigen digitalisierten Welt erheblich. Sicherheitsverantwortliche müssen daher grundlegende Fragen stellen, um potenzielle Lücken zu identifizieren und die Sicherheit ihrer Daten und Systeme zu gewährleisten.
Die Abhängigkeit von IT-Dienstleistern führt zu einer erweiterten Angriffsfläche für Unternehmen. Cyberangriffe verdeutlichen die Notwendigkeit, Sicherheitsmaßnahmen in der Zusammenarbeit mit Drittanbietern zu optimieren. Ein proaktives Risikomanagement ist essenziell, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden und die Integrität der Systeme zu schützen.
Nachweise geeigneter Sicherheitskontrollen
Unternehmen sollten von ihren Drittanbietern Nachweise über angemessene Sicherheitskontrollen verlangen, wie beispielsweise SOC 2 Typ II und ISO/IEC 27001. Diese Zertifikate belegen, dass ein Anbieter die notwendigen Standards einhält, um die Sicherheit und den Schutz von Daten zu gewährleisten.
Aktualisierungen und Kommunikationsprotokolle
Ein transparentes Update-System für Sicherheitskontrollen ist unerlässlich. Sicherheitsverantwortliche sollten sicherstellen, dass wesentliche Änderungen umgehend und klar kommuniziert werden, um potentielle Risiken zu minimieren.
Teamverantwortung und Identitätsmanagement
Die Identitäts- und Zugriffsdatenverwaltung bei Drittanbietern muss klar strukturiert sein. Sicherheitschefs sollten erfragen, wie Anfragen, insbesondere aus sozialen Ingenieuren, erkannt und verwaltet werden. Eine kontinuierliche Überwachung und Protokollierung ist ebenso entscheidend.
Verifizierung von Workflows und deren Effektivität
Unternehmen sollten Drittanbieter nicht nur an Richtlinien messen, sondern auch an deren operativen Workflows. Die Bereitstellung von Nachweisen über die Effektivität dieser Workflows hilft, Risiken frühzeitig zu identifizieren.
Unabhängige Sicherheitstests
Die Durchführung unabhängiger Sicherheitstests sollte ein fester Bestandteil der Sicherheitsstrategie eines Drittanbieters sein. Regelmäßige Überprüfungen, mindestens einmal jährlich, helfen, Schwachstellen rechtzeitig zu identifizieren und anzugehen.
API-Integrationen und Datenschutz
Die Verwaltung von OAuth-Integrationen und API-Beziehungen ist von entscheidender Bedeutung. Sicherheitsverantwortliche sollten nach einer vollständigen Übersicht und Maßnahmen verlangen, um die Sicherheit dieser Kanäle zu gewährleisten.
Vertragliche Verpflichtungen bei Sicherheitsvorfällen
Die vertraglichen Pflichten im Falle eines Angriffs müssen klar definiert sein. Zudem sollten Sicherheitsverantwortliche sicherstellen, dass Prozesse auch in der weiteren Zusammenarbeit berücksichtigt werden, nicht nur die reinen Systemzugriffe.
Kontrolle der Aktivitäten von Mitarbeitern
Die Überwachung der Mitarbeiteraktivitäten bei Drittanbietern ist ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsstrategie. Aufzeichnungen und Alarmmeldungen helfen, untypisches Verhalten frühzeitig zu identifizieren.
Isolation der Kundenressourcen
Eine klare Trennung und Isolation der Daten von verschiedenen Kunden ist erforderlich, um potenzielle Risiken zu mindern. Anbieter sollten über ein effektives Vendor-Management-Programm verfügen, um diese Trennung sicherzustellen.
Kundeninformation über Sicherheitsvorfälle
Ein effektives Informationssystem für Sicherheitsvorfälle ist entscheidend. Ein vertragliches Recht auf zeitnahe Benachrichtigungen innerhalb von 24 bis 72 Stunden ist unerlässlich, um entsprechend reagieren zu können.
Schwachstellenmanagement und Patch-Richtlinien
Das Management von Schwachstellen und die Einhaltung von Patch-Richtlinien sind zentral für die Risikominimierung. Langsame Patch-Zyklen können erhebliche betrieblichen Risiken nach sich ziehen.
Cyberversicherung und deren Absicherung
Drittanbieter sollten eine Cyberversicherung nachweisen können, die nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern auch mögliche Auswirkungen auf ihre Kunden abdeckt. Dies schützt vor finanziellen Schäden im Falle eines Sicherheitsvorfalls.
Testen der Prozesse
Sicherheitsverantwortliche sollten die Möglichkeit haben, Prozesse bei Drittanbietern zu testen. Realistische Szenarien können helfen, Sicherheitslücken zu identifizieren und präventive Maßnahmen zu entwickeln.
Fazit: Drittanbietermanagement als strategische Aufgabe
Die Auseinandersetzung mit Sicherheitsrisiken im Kontext von Drittanbietern ist für Unternehmen jeder Größe von zentraler Bedeutung. Unternehmen sollten klare Standards definieren und rigoros umsetzen, um ihre Daten und Systeme zu schützen. Ein umfassendes Risikomanagement sichert die Integrität der Unternehmensmethoden und schützt vor potenziellen Schäden.
Um proaktive Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, sollten Unternehmen regelmäßig Security-Checks durchführen und die Weiterentwicklung von Angriffstechniken im Auge behalten. Die IT-Sicherheit muss als strategische Aufgabe angesehen werden, die ganzheitlich betrachtet werden sollte. Präventive Maßnahmen gegen Datenverlust und Cyberangriffe sind unerlässlich, um wirtschaftliche Schäden und Reputationsrisiken zu vermeiden. Hierbei ist es entscheidend, dass die IT-Sicherheit Chefsache bleibt.
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Quelle: csoonline.com




