Presseschau: Datenschutz, Datensicherheit und Informationssicherheit (aktuelle Meldungen)
Datenschutz und Datensicherheit sind auch in der aktuellen Woche in den deutschen Medien präsent. Aus den verfügbaren Beiträgen haben wir die Meldungen ausgewählt, die für Unternehmen besonders anschlussfähig sind.
KI-Sicherheit: TÜV hält Selbstverpflichtungen für unzureichend
Wie Golem.de berichtet, bewertet der TÜV Selbstverpflichtungen im Bereich KI-Sicherheit als nicht ausreichend. Im Beitrag wird außerdem auf die Notwendigkeit verwiesen, bestehende Prüfinfrastrukturen und Fachpersonal in Europa besser zu nutzen und den EU-Aktionsplan für Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz zügig umzusetzen.
Das Risiko: Für Unternehmen kann daraus ein Umsetzungs- und Nachweisdruck entstehen, wenn Erwartungen an KI-Sicherheitsprüfungen und Prüfmechanismen steigen, aber vorhandene Selbstregulierungsansätze nicht als ausreichend gelten.
Die Erkenntnis: Prüfen Sie für KI-Anwendungen (insbesondere dort, wo personenbezogene Daten verarbeitet werden), welche Sicherheits- und Compliance-Nachweise Sie heute schon erbringen können – und ob diese zu den erwarteten Prüf- und Bewertungsmaßstäben passen.
Daten-Omnibus: EU-Ministerrat will Datenschutz für KI-Training lockern
Wie Golem.de berichtet, will der EU-Ministerrat den Datenschutz für KI-Training im Rahmen eines „Daten-Omnibus“-Pakets erleichtern. Der Beitrag beschreibt dabei, dass die Liste der Zwecke erweitert werden soll, für die künftig keine Einwilligung nötig sein soll – unter anderem mit Bezug auf Reichweitenmessung oder die Sicherheit des Endgeräts.
Das Risiko: Wenn sich Rechtsgrundlagen und Einwilligungsanforderungen für KI-Training ändern, können bestehende Datenschutzkonzepte (Rechtsgrundlagen, Zweckbindung und Dokumentationslogik) veralten und müssen an die neue Ausgestaltung angepasst werden.
Die Erkenntnis: Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre KI-Use-Cases weiterhin auf belastbaren Rechtsgrundlagen und sauber dokumentierten Datenflüssen beruhen – gerade bei Trainings- und Auswertungsprozessen, bei denen personenbezogene Daten eine Rolle spielen können.
Cyberangriff: Mögliche Datenpanne bei Humboldt-Universität
Wie Golem.de in seinem Themenkontext „Datensicherheit“ berichtet, hat die Humboldt-Universität in Berlin verdächtige Aktivitäten in ihrem Netzwerk festgestellt; ein Datenabfluss könne nicht ausgeschlossen werden.
Das Risiko: Bei Netzwerkkompromittierungen besteht aus Sicht des Datenschutzes das Risiko, dass personenbezogene oder andere schützenswerte Informationen betroffen sein können – selbst wenn die genaue Betroffenheit zunächst unklar bleibt.
Die Erkenntnis: Stellen Sie sicher, dass Sie für Vorfälle dieser Art vorbereitet sind: klare Rollen für Incident-Response, schnelle Erfassung relevanter Daten (welche Systeme/Prozesse betroffen sein könnten) und eine nachvollziehbare Grundlage, um Datenschutzfolgen zeitnah bewerten zu können.
Was Unternehmen jetzt mitnehmen sollten
Die Meldungen zeigen vor allem eins: Datenschutz und Informationssicherheit müssen sich an wechselnde Anforderungen (z. B. bei KI) ebenso anpassen wie an reale Vorfall-Szenarien (z. B. wenn Abflüsse nicht ausgeschlossen werden können). Praktisch bedeutet das, Rechtsgrundlagen und Nachweise für KI- und Datenverarbeitungen kontinuierlich zu prüfen sowie Incident-Response und Datenschutz-Folgenabschätzung als geübten Prozess vorzuhalten.
Wenn Sie das systematisch absichern wollen, unterstützen wir bei Datenschutz-Audits und bei der ISMS-Implementierung, damit Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen in Ihren Prozessen nachweisbar verankert sind.
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